Vielleicht

Die Entscheidung war erstaunlich rasch getroffen. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin und bleibe, war der Wunsch, das Bedürfnis nach Veränderung schon seit Monaten in mir. Vor mehr als einem Jahr genauso sehr, wie nach den Monaten die ich brauchte, um mich vom letzten Zusammenbruch zu erholen.

Warum es nun wohl ausgerechnet Berlin wird? Wer an Schicksal oder Fügung glaubt, der kann dies gerne entsprechend einsortieren. Ich selbst erlaube mir, an etwas wie glückliche Zufälle zu glauben. Und so, wie sich dieser Zufall in mein Leben schlich, hatte ich schon einige – und vielleicht ergeben sich in Berlin noch viel mehr Zufälle.

Natürlich ergaben sich aus der einen Entscheidung eine ganze Reihe von Folgen, die bedacht und abgewogen werden wollen. Doch auch dies ging (gerade für mich und meine Verhältnisse und Maßstäbe) erstaunlich schnell. Pläne fügten sich mit erstaunlicher Leichtigkeit zusammen, und ein wohliges Gefühl, daß es klappen wird, breitete sich in mir aus.

Und dann ist da ein Mensch, dessen „Vielleicht einmal.“ in mir schwingt, als hätte er ein unumstößliches „Ja! Sofort!“ ausgesprochen, und ich weiß, daß ich alles noch einmal überdenken und infrage stellen würde, wenn mich dieser Mensch darum bitten würde, ja, allein die Bitte nachzudenken andeuten würde.

Vermutlich ist es so, wie „Rapunzel.“ (@meerisch) in ihrem Tweet schrieb:

Es gibt die, bei denen es irgendwann ok ist, einfach loszulassen. Und die, die du nie loslassen kannst, weil sie dich verändert haben.

Manche Menschen möchte ich einfach nicht mehr missen, und selbst dann, wenn das einzige, was noch da ist, das einzige, was sein darf, der Kontakt über Online-Unterhaltungen ist, so bedeutet mir dies doch so unsagbar viel, daß ich ihn nicht verlieren möchte – nicht den Kontakt, und noch weniger den Menschen.

Und so werde ich fragen. Ich werde diesen Menschen fragen und mit ihm über meine Pläne sprechen. Vielleicht werden sich die Dinge ändern, wie sie sich mit der Zeit immer ändern. Vielleicht ist da auch dieses Mehr, das wir beide empfanden, das uns letztlich (irgendwo, irgendwie) zusammen brachte – auch wenn es nicht genug sein konnte, um uns dauerhaft zusammen zu halten.

Und vielleicht wird es für uns beide in Ordnung sein: Weil wir es schaffen können und wollen, weil das „Vielleicht einmal.“, das uns seit Monaten trennt, tatsächlich so viel mehr meint, wie das Schwingen vermuten läßt. Vielleicht. Ich wünsche es mir von Herzen.

Und dann geht es weiter.
Dieses Mal nach Berlin.
Bestimmt.

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