Schatten

Eine Funktionsuntersuchung sollte es sein. Eine Kleinigkeit, nur um ein oder zwei Dinge ausschließen zu können. Es gab keinen Grund davon auszugehen, daß irgendetwas gefunden würde, schließlich ging es um ganz andere Beschwerden.

Und dann waren da unerklärbare Schatten.

Eine zweite und dritte Meinung wurde eingeholt. Es war keine klare Aussage möglich, keine der Vorgeschichten ließ Rückschlüsse zu. Vermutungen sollten nicht angestellt werden, also wurden weiterführende Untersuchungen eingeleitet.

Drei Tage lang, wegen unerklärbarer Schatten.

In den Vorbesprechungen und Aufklärungsgesprächen wurden Details zusammengetragen. Waren das auch alle Vorgeschichten? Gab es nicht vielleicht doch noch etwas? Jede noch so unwichtig erscheinende Information würde helfen.

Die Schatten könnten alles sein – oder nichts.

Man würde Proben entnehmen müssen, würde die Untersuchungsergebnisse kombinieren und in größerer Runde diskutieren müssen. Nein, es ist nicht auszuschließen, daß er nie ganz weg war, daß er unbemerkt gestreut hat – oder einfach übersehen wurde.

Sehr schwarze, heimtückische Schatten.

Eine Dekade ist gar nichts. In Sekundenbruchteilen sind Schmerzen und Ängste wieder da. Bis die Ergebnisse vorliegen und bewertet werden können, wird es ein, zwei Wochen dauern. Zeit der Ungewissheit, Zeit des Bangen. Zeit der Hoffnung?

Die Schatten sind da – und legen sich über alles. Schon wieder.

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